Ab nach Hause

Montag, 10.03.2014

Etwas mehr als zwei Monate sind nun vergangen, zwei Monate voll neuer Erfahrungen. Ich hatte eine superschöne Zeit in Kenia und habe verschiedene Facetten des Landes erlebt. Dreckige, saubere, schöne, hässliche, arme, reiche und noch viele mehr. Der große Unterschied zwischen reich und arm springt einem ins Gesicht, die Lebenseinstellung der ärmeren Menschen faszinierte mich dabei ganz besonders. Die Menschen versuchen das Beste aus der Situation zu machen und verkaufen an der Straße selbstgemachte Kunstwerke. Natürlich regen diese Erfahrungen zum Nachdenken an. In Deutschland haben wir alles, und dennoch beschweren wir uns oftmals über Kleinigkeiten. Aber ich denke das liegt in der Natur der Menschen.

Eine besonders traurige Seite dieses Landes ist der Schmutz, der in bestimmten Gegenden überall auf der Straße  zu finden ist. Es bilden sich oftmals richtige Müllberge und in manchen Straßen lodert das Feuer, weil die Menschen den Abfall verbrennen. Besonders das Plastik verbreitet dann einen ekligen Gestank.

In den Medien ist meistens nur von negativen Nachrichten über Afrika zu hören, das verzerrt das Bild dieses Kontinents und im speziellen Kenia extrem. Bemerkenswert fand ich die unterschiedliche Vegetation Kenias, Flachlandschaften, Hügel, Meer, es ist alles zu finden. Einhergehend sind die Temperatur- und Klimaunterschiede. Am Meer ist es schwül heiß und zwar auch nachts, in Nairobi dagegen ist es nachts relativ frisch und tagsüber wird es sehr warm. Die Masai Mara hat uns am meisten fasziniert, ein unvergessliches Erlebnis für Alex und mich so nah an den Tieren zu sein und die unberührte Natur zu durchkämmen.

Früchte genießen Lisas Kumpel Abschied von Buru Buru Bara und ich

Neben den verschiedenen Ausflügen, die wir unternommen haben, konnte ich auch fußballspezifisch etwas mitnehmen. Es hat sehr Spaß gemacht den verschiedenen Teams etwas zu zeigen und auch selbst mit dem Training auf Englisch an seine Grenzen zu stoßen. Insgesamt war ich bei drei Teams unterwegs, Loresho School, FC Aga Khan und beim FC Buru Buru. Die Mannschaften lassen sich kaum vergleichen, ziemlich unterschiedlich sind die Voraussetzungen der Teams. Wir konnten den Jungs viel Freude mit den gesponserten Schuhen, Kleidungsmitteln, Bällen und vielen weiteren Geschenken machen.

Mein letzter Blogeintrag sollte jetzt nicht ausufern. Ich bin sehr froh diese Erfahrungen gemacht zu haben, ich konnte viele Kontakte knüpfen. Es war eine superschöne Zeit bei Sally zuhause, ich habe mich rundum wohl gefühlt. Nach zwei Monaten freue ich mich nun wieder auf München und auf die kommenden Aufgaben.

Vielen Dank, dass ihr meine Reise verfolgt habt, ganz großen Dank natürlich den Sponsoren aus Deutschland, vielleicht lässt sich ja in Zukunft weiter etwas auf die Beine stellen.

 

Bis ganz bald in München!

 

Viele Grüße

Anselm

Fantastische Safari in der Masai Mara

Donnerstag, 06.03.2014

Die letzten Tage unseres Aufenthalts in Kenia werden uns wohl immer in Erinnerung bleiben, so fantastisch waren die drei Tage, die wir in der Masai Mara, dem beeindruckensten Naturschutzgebiet Kenias verbracht haben. Die Masai Mara ist für ihre große Tiervielfalt bekannt auf der ganzen Welt.

Zwischen unserer Rückkehr aus Mombasa und dem Flug in die Mara am Dienstag lagen zwei etwas ruhigere Tage. In dieser Zeit haben wir unter anderem das Elephante Orphanage unweit Nairobis besucht. Dort werden junge Elefanten aufgepäppelt. Vielmehr möchte ich darüber nicht erzählen, zu sehr würde dieser Ausflug im Schatten der Masai Mara stehen.

Unser Flieger Vorbereitung auf den Flug

Am Dienstagmorgen ging es also los zu einem kleineren Flughafen Nairobis, von dem wir nur etwa 45 Minuten bis in die Masai Mara geflogen wurden, das ging ziemlich reibungslos und unkompliziert über die Bühne. In der Mara landeten wir auf einer kleinen Landefläche, gesäumt von verschiedenen Tieren, meist Zebras. Bereits der Anflug machte Lust auf mehr. Am Landeplatz wartete bereits unser Guide Paul, der uns während dem Aufenthalt begleiten würde. Vom Landeplatz transportierte uns Paul zunächst in unsere Lodge, etwa 25 Minuten entfernt. Bereits auf diesem Weg, der noch außerhalb des offiziellen Nationalparks liegt, sahen wir einige Elefanten, Zebras, Giraffen und Büffel. Über holprige Wege, durch schöne Landschaften ging es hoch auf einen Berg, dort lag unsere Lodge Mara Siria. Mittags waren wir angekommen und wurden äußerst gastfreundlich empfangen. Bevor wir uns nachmittags auf den Weg zu unserer ersten Safari machten, wurden wir in unser Zelt gebracht. Mit einem gewöhnlichen Zelt kann man diese sicher nicht vergleichen. Alle Zelte sind super ausgestattet, mit einem Bad (Dusche und Toilette), Licht und zwei Betten. Es war ziemlich gemütlich und bequem. Auf unserer kleinen Veranda haben wir abends über die Erlebnisse gesprochen und genossen den tollen Ausblick in die Ferne. Übrigens schlendern auch über das Gelände des Camps einige Zebras, nachts laufen die Tiere sogar direkt am Zelt vorbei.

  Unser tent Klein aber fein Ausblick aus dem Camp Masai Mara Gebirgspool mit Ausblick

Dienstagnachmittag verbrachten wir drei Stunden mit unserem Guide Paul in der Mara. Am Mittwoch blieben wir den ganzen Tag auf Safari, ausgerüstet mit einem leckeren Lunchpaket und genügend Wasser. Heute früh ging es dann mit dem Flieger zurück nach Nairobi.

Wir hatten eine fantastische Zeit, die Safari war unbeschreiblich und wirklich jeden Cent wert, den wir bezahlt haben. Es ist unbeschreiblich quer durch die unberührte Natur zu fahren, und ständig auf Tiere zu treffen, die wir sonst nur aus dem Fernsehen und eingesperrt aus dem Zoo kennen. Die Natur ist bildschön und die Erzählungen unseres Guides veranschaulichen diese Bilder durch sehr interessante Informationen, die wir als Laien nicht kannten. Wir waren nur zu zweit mit Paul in unserem Safariauto unterwegs, konnten ihn also ständig mit Fragen löchern oder einfach die Stille der Natur genießen. Paul klärte uns über viele Verhaltensweisen der Tiere auf und erklärte uns, wie die Nahrungskette im Busch funktioniert.

Natürlich wollten wir so viele verschiedene Tiere wie möglich sehen, einige Wünsche wurden erfüllt, nur einer blieb unerfüllt. Über 100 verschiedene Tierarten leben in der Masai Mara, die Artenvielfalt ist unfassbar. Von den Big Five (Löwen, Elefant, Büffel, Leopard, Nashorn) konnten wir nur den Leoparden nicht sehen, den haben wir uns also für das nächste Mal aufgehoben. Mit dieser Ausbeute waren wir super zufrieden, denn Nashörner gibt es nicht sehr viele. Neben diesen Vieren haben wir natürlich noch zig andere Tiere beobachtet. Nilpferde, Affen, Zebras, verschiedene Vögel und verschiedenste Arten von Antilopen, Erdmännchen, Hyänen, Schakale, Krokodile und das Highlight, den Geparden. Die Raubkatze haben wir sogar beim Jagen erwischt, so ein Glück haben nicht viele. Paul hatte uns erzählt, dass er solch ein Erlebnis schon lange nicht mehr hatte. Kurz konnten wir diesen Moment sogar auf Video festhalten.

weibliche Löwen und nochmal Elefant ... Mama und Kind und nochmal unhappy Büffel

Übrigens heißen die „Big Five“ deshalb so, weil sie sich bei Gefahr stellen und direkt um ihr Leben kämpfen. Andere Tiere profitieren von ihren Fähigkeiten und laufen meistens weg. Interessant ist außerdem die Geschwindigkeit der Tiere, fast alle sind schneller als ein Mensch. Der Gepard kann über eine Strecke von 300 Metern 95 kmh schnell laufen, das zweitschnellste Tier ist der Strauß mit 76 kmh, erst danach folgt der Löwe mit 56. Die Hyäne dagegen ist ein sehr langsames Wesen (15-20 kmh), kann diese Geschwindigkeit aber bis zu 3 Kilometer halten. Weltbekannt ist auch das „crossing“, das speziell im Juli bis September stattfindet und ein großes Naturschauspiel ist. Gnus, Zebras und andere Tiere überqueren den Fluss Mara, um auf Nahrungssuche zu gehen. Dabei verlieren viele ihr Leben. 90% aber nicht aufgrund der Krokodile und Nilpferde, sondern weil sie sich gegenseitig behindern und zertrampeln. Fast hätten wir ein kleines „Crossing“ beobachten können, die Tiere haben es sich dann aber anders überlegt. Ich glaube das reicht jetzt mit den „schlauen“ Fakten ;).

Einmal mehr Giraffe Der Leopard Krokodile Männlicher waterbug Hyäne Hakuna Matata Nilpferdpool

Der Aufenthalt im Siria Camp und die dazugehörige Safari war für uns ein außergewöhnliches, unvergessliches Erlebnis und unbedingt zu empfehlen. Das Camp war einfach nur ausgezeichnet, wir fühlten uns ziemlich wohl und wurden sehr nett behandelt. Die Tage werden uns immer in bester Erinnerung bleiben.

Frühstückstisch Unser Auto Top wars!

Jetzt sind wir also wieder in Nairobi und lassen unsere Reise hier noch ausklingen, bevor es am Dienstag wieder nach Deutschland geht. Gegensätzlicher könnten die Welten Masai Mara und Nairobi nicht sein….

 

Viele Grüße von Alex und Anselm

Kwaheri

Bruzzeln in Mombasa

Donnerstag, 27.02.2014

Fünf Tage sind wir nun schon wieder in Mombasa, an der Ostküste Afrikas. Wir verbringen untertags die Zeit in der Sonne, meistens am Pool des Hotels, sehr gemütlich und einfach entspannend.

Relaxen am Pool Urlauuub

Den indischen Ozean haben wir selbstverständlich auch schon probiert, am Dienstag buchten wir einen Schnorcheltrip mit einem kleinen Glasboot. Finley Alex und ich und zwei Guides, war eine ganz nette Geschichte. Etwa 20 Minuten fuhren wir raus ins Meer an die Riffe und dort gings dann ins Meer. Unser Guide Maurice zeigte uns die Unterwasserwelt, einige Fische und viele Pflanzen und Korallen. Nach etwa 1,5 Stunden schnorcheln ging es wieder zurück an Land, auf dem Weg wurde uns noch frisches Obst serviert.

Aus dem Glasboot Im Glasboot Alex erforscht den Ozean :D und zurück auf dem Boot Ganz braun sind wir noch nciht :D, aber kommt

Unser Hotel gefällt uns sehr gut, die Angestellten sind alle sehr nett und versuchen es einem so angenehm wie möglich zu machen. Abends ist immer wieder ein kleines Rahmenprogramm geboten. Alex hatte beispielsweise das Vergnügen auf einem Clownfahrrad zu fahren und mit den Masais den stammesüblichen Sprungtanz vorzuführen. Mich hat es gestern erwischt, als ich mit einer afrikanischen Tanzgruppe tanzen durfte :D. Nach dem Rahmenprogramm geht es für uns das ein oder andere Mal an die Bar, bei einem Cocktail oder einem Bierchen lassen wir die Abende dann ausklingen.

Ein bisserl Tanzen Rafikis und wir Alex der Masai

Von Montag bis Donnerstag hatten uns Finley, Lisa und Johanna besucht, heute sind sie also wieder abgehauen. Wir hatten lustige Abende auf unserer Terrasse. Wir haben außerdem ein paar nette Schweden kennengelernt, die uns Abends bei einem Bierchen Gesellschaft leisten. Auch mit den Angestellten unterhalten wir uns immer gerne an der Bar über dies und das, sind wirklich supernett. Da gibt es dann auch mal einen „special price“. Bei den Gesprächen lässt sich heraushören, dass die Zahlungsmoral des Hotels wohl nicht so gut sein kann bzw. der Chef wohl nicht der angenehmste Chef ist. Fast alle haben uns von der enorm schlechten Bezahlung erzählt, die sogar die letzten zwei Monate ausgeblieben ist. Oft müsse man mit leerem Magen ins Bett gehen.

Alora Jambo Alex und der Cocktail Das gleiche Spiel

Tagsüber denkt man hier nicht an solche Geschichten, zu schön ist das Wetter und das Urlaubsfeeling. Aber diese Erzählungen holen einen dann wieder ein bisschen herunter. Aber letztendlich sind es für uns hier sehr entspannende Tage, wir versuchen alle Sonnenstrahlen aufzunehmen. Am Samstag geht es für uns dann mit dem Bus zurück nach Nairobi, bevor wir dann am Dienstag bis Donnerstag das letzte Highlight angehen – die Masai Mara.

 

Bis die Tage Viele Grüße von uns

Alex und Anselm

Geschenke an die Kinder und Ankunft in Mombasa

Sonntag, 23.02.2014

…Ausgeschlafen, aber mit noch immer einem vollen Magen vom üppigen Essen des Vorabends machten sich Alex und ich am vergangenen Donnerstag auf den Weg zum Giraffen Center etwa eine Dreiviertelstunde von Nairobi entfernt. Ich hatte diesen Ort ja bereits besucht, doch das machte es auch beim zweiten Mal nicht uninteressanter. Wir machten ein paar Fotos und fütterten die Giraffen, es sind schon eindrucksvolle Tiere.

Der schmeckts... und der auch.

Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam in die Schule nach Loresho, um die weiteren Utensilien aus Deutschland zu verschenken. Ich möchte hierbei nochmals ganz besonders dem Sportfachgeschäft Kickertreff Ismaning und dem FC Ismaning danken. Kickertreff spendete eine Vielzahl von Schuhen und Trainingsmateralien. Der FC Ismaning engagierte sich mit einem mittleren dreistelligen Eurobetrag. Danke auch an die vielen Eltern, die Schuhe, Bälle und Trikots weitergaben. Die Unterstützung ist super!

Wir ließen die Kinder zusammenkommen, um nach und nach die Schuhe, und Trainingsbekleidung zu verteilen. Jedes Kind konnte am Ende mit mindestens einem neuen Trainingsstück nach Hause gehen, es war schön den Jungs eine Freude zu bereiten. Auch der Schule konnten wir einige Hütchen, Leibchen und Bälle überlassen. Für die Kinder war es etwas ganz Besonderes. Im Anschluss wurden viele Reden von Lehrern und Verantwortlichen gehalten, es wurde uns der große Dank ausgesprochen. Sie sahen es als den Anstoß für eine mögliche Karriere im Fußball, die Kinder sehen die Hoffnung darin. Die Geschenke machten den Kindern viel Mut, die Lehrer dankten auch Gott in ihren Reden…“Fear God“

Warten auf die Schuhe.. Sortieren... Gruppenbild ;) FC Ismaning in Nairobi Guinness Buch der Rekorde...die müssen da alle rein.

Helfen macht Spaß, doch ganz so leicht ist das gar nicht. Man muss bedenken, dass die Kinder in der Vielzahl in Slums leben und aus sehr ärmlichen Verhältnissen kommen. Was passiert nun wenn sie mit solch tollen neuen Schuhen nach Hause kommen? Wir hoffen, dass sie die Sachen behalten können und diese weder gestohlen noch von ihnen gleich weiterverkauft werden. Aus diesem Grund wird Sally hin und wieder in der Schule vorbeisehen und „kontrollieren.“ Dennoch sind wir zuversichtlich, dass unsere Art des „Helfens“ eine gute ist, denn wir wissen, dass die Utensilien angekommen sind. Dazu möchte ich gerne noch ein kleines Beispiel nennen: Hätten wir die Schuhe einfach an die Schule gegeben, wären die Dinge wohl nie an den richtigen Adressaten (die Kinder) gekommen. Als wir die Schuhe, Klamotten etc. vorbereiteten hatte sich ein schlauer Lehrer unbemerkt in unserem Rücken gleich ein paar Schuhe in seiner Größe gesichert… Leider ist uns dies sehr spät erst aufgefallen. Aufjedenfall war es eine tolle Erfahrung, nochmals Danke an alle Helfer!

 

Samstag Vormittags um 10 Uhr startete der Bus aus dem Zentrum Nairobis, im Gepäck mit zwei Mzungus und einigen Kenianern in Richtung Mombasa. Die Busfahrt auf einer einspurigen Autobahn war gespickt mit vielen Überholmanövern und dauerte über 8 Stunden. Letztendlich waren wir um 20.45 im Hotel angekommen. Vorher hätten wir einmal fast unseren Bus verpasst, als er wieder von einer Pause aufbrach und in Mombasa wären wir fast zu weit gefahren.

Im Hotel angekommen wurden wir sehr nett empfangen und in unser Apartment geführt. Wir haben eine große Wohnung mit zwei Schlafzimmern und einem Wohnzimmer und Küche. Zwei Pools, zwei Bars und zwei Restaurants gibt es hier. Das Hotel liegt direkt am Meer. Wir fühlen uns hier wirklich wohl. Heute, an unserem ersten Tag, ließen wir uns von der extrem heißen Sonne grillen, zunächst am Meer, dann am Pool. Wir werden uns überwiegend an unserem Hotelstrand und am Pool aufhalten, da unser Resort etwas außerhalb liegt, aber das ist für uns kein Problem. Diese Woche steht relaxen im Vordergrund.

im Bus am Pool Gemütlicher Vino

Heute Abend ließen wir uns ein großes Meeresfrüchtebuffet schmecken und bald werden wir müde ins Bett fallen… diese Sonne sind wir nicht gewöhnt. Morgen geht das Bruzzeln weiter. Bald melden wir uns wieder.

 

Viele Grüße von Alex und mir.

Kwaheri

Alex in Nairobi angekommen

Mittwoch, 19.02.2014

Um halb 2 in der Nacht aufstehen hieß es für mich letzte Nacht, um zusammen mit Sally mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren. Wir waren etwas früh dran und mussten ca. 1 ½ Stunden auf Alex warten, der gegen 4.15 Uhr (endlich) mit Sack und Pack aus der Ankunftshalle kam. Gegen halb 6 waren wir dann endlich im Bett.

Am nächsten Morgen, eher Mittag, gab es erstmal ein feines Willkommensfrühstück mit den vielen leckeren Früchten. Im Anschluss zeigte ich Alex die Umgebung, selbstverständlich benutzten wir ein Matatu, das für Alex mit Sicherheit Neuland darstellte. Wir gingen in den Markt, dort wurden wir mal wieder von allen Seiten angequatscht, aber das meisterten wir. Dschabati essen, frisch gepressten Ananas und Maracujasaft und dann gings erstmal wieder nach Hause. Das Wetter war heute im Gegensatz zu den letzten Tagen wieder supergut und sonnig, sodass wir es uns noch eine kurze Zeit im Garten gemütlich machen konnten. Auch Alex hat bereits nach seinen ersten Stunden in Nairobi festgestellt: „Das hier ist eine andere Welt.“

Muzungu-Zuwachs ...Bereits nach dem Essen...

Abends fuhren wir dann mit Sally, Lisa, Finley und zwei Freundinnen von Lisa in ein überragendes Restaurant namens Carnivore. Teuer, aber wirklich sein Geld wert! Das Carnivore ist ein in afrikanischem Ambiente eingerichtetes Restaurant, auch sehr beliebt unter Touristen. Dort werden einem alle erdenklichen Fleischsorten serviert, und zwar solange bis du nicht mehr kannst. Im Minutentakt lieferten die Kellner an großen Spießen frisches Fleisch wie zum Beispiel Huhn, Krokodil, Lamm, Spareribs, Strauß und Truthahn. Ein Traum für Fleischliebhaber, aber danach platzten wir fast aus allen Nähten! Abschließend gab es auch noch eine Nachspeise und wir kullerten fast nachhause.

Gut wars Frisches Fleich! Küche Satt Satt Satt

Am Samstag geht es für uns für eine Woche an die Küste nach Mombasa, davor gehen wir alles ganz spontan an. In unserer letzten Woche steht dann das Highlight Masai Mara an.

Bis die Tage

 

Viele Grüße von Alex und mir

Kwaheri

Fußball ist hier nicht nur Hobby

Samstag, 15.02.2014

Etwa 90% der Kinder, die die Regierungsschule in Loresho besuchen dürfen leben im Slum von Kangemi, kommen also aus sehr armen Verhältnissen. In die Schule zu gehen ist für diese Kinder ein Privileg, sie freuen sich darüber in die Schule zu gehen. Die Kinder dürfen lernen und erhalten mittags ein warmes Essen. Zuhause im Slum müssten viele von Ihnen wohl ohne ein großartiges Essen zu Mittag auskommen. Wie ich bereits aber geschrieben habe belasten die Schulausgaben die Haushaltskasse der Familien sehr, sie müssen das Geld zusammenkratzen um ihren Kinder Bildung ermöglichen zu können. Ich war ziemlich überrascht, als die Schuldirektorin erzählte, dass jede Klasse von ca. 70-80 Kindern besucht wird, schier unglaublich. In Deutschland wäre das undenkbar. Dennoch seien die Schüler sehr wissbegierig und treten ihren Lehrern mit sehr viel Respekt gegenüber.

Konzentriert und motiviert

Am gestrigen Freitag und auch heute trainierte ich  mit der Schulmannschaft der Schule bei ziemlichen warmen Temperaturen. Die 24 Jungs waren zunächst ziemlich schüchtern, ich versuchte die Atmosphäre etwas aufzuheitern, so langsam tauen die Jungs auch auf. Sie sind sehr motiviert und versuchen alle Vorgaben zu meiner Zufriedenheit umzusetzen, der Respekt vor dem weißen Mann ist ziemlich groß. Besonders das Training mit der Koordinationsleiter stellte die Spieler zunächst vor eine große Herausforderung, doch Übung macht den Meister, langsam machen sie Fortschritte. Ich versuche den Jungs neben vielen technischen Feinheiten auch koordinative Übungen zu vermitteln. Nach ca. 2 Stunden waren unsere Einheiten beendet, während dem Abschlussspiel unterhielt ich mich mit dem Sportlehrer. Er erzählte mir, dass das Geld für die Schulgebühren das große Problem sei. Manche Kinder bekommen zuhause nichtmal etwas zu essen, auch die Eltern sind nicht selten das Problem. Alkohol und Drogen sind das Problem mancher Elternteile, die Schule versucht die Kinder vor diesem Missbrauch zu schützen. Gewalt hat an der Schule ebenso keinen Platz. Schon durch geringe Hilfsgaben kann den Kindern hier sehr geholfen werden. Wenn man hier vorort mit dem Lehrer über einzelne Kinder spricht, die gerade fröhlich mit ihren Kameraden auf dem Platz kicken, berührt es einen doch etwas mehr. Vielleicht lässt sich in Zukunft eine Kooperation mit der Schule aufbauen.

Muzungu vor der Schule im Auto!!!

Fußball ist für diese Kinder mehr als einfach nur Sport oder Hobby. Es ist für sie eine Ablenkung vom harten Alltag, die Möglichkeit einen Traum zu verwirklichen, den sie hier alle haben. Hätten sie den Sport nicht, so würden sie wohl eher in Versuchung von Drogen und Alkohol kommen. Aber der Sport diszipliniert sie hart zu arbeiten und engagiert und couragiert zu sein. Ich bin begeistert vom Einsatz der Jungs und freue mich auf die verbleibenden Einheiten. Es sind nicht mehr allzu viele.  

Schule in Loresho

Mittwoch, 12.02.2014

Unweit unseres Wohnortes liegt eine primary school im Stadtteil namens Loresho. In dieser Schule werden Kinder von der ersten bis zur achten Klasse gelehrt, im Anschluss gehen viele auf Highschools um das Abitur zu machen. Doch um in die Schule zu gehen müssen die Familien der Kinder Geld aufbringen, das oftmals schlichtweg nicht vorhanden ist. Das Geld wird für die Schuluniform und viele weitere Schulutensilien benötigt. Oftmals müssen die Familien auch für die Schulausbildung bezahlen.  Viele Kinder, die die Regierungsschule in Loresho besuchen leben in Slums und kommen aus ärmlichen Verhältnissen. Sport ist deren Motivation, doch zuerst kommt hier die Schule und die Lehrer scheinen das den Kindern erfolgreich ermitteln zu können. In den nächsten Tagen, evtl. auch Wochen, werde ich dort die Schulmannschaft trainieren dürfen. Die Spieler sind ca. 14 Jahre alt und durften bereits auf Turniere nach Ghana fahren.

Die Schule neben dem Fußballplatz Grün, aber hoch

Der Lehrer begrüßte mich sehr freundlich und rief die Mannschaft zusammen. Die Schüler waren sehr höflich und diszipliniert. Zusammen gingen wir auf den nahegelegenen „Sportplatz“. Deswegen die ““, weil der Sportplatz nicht wirklich wie ein solcher aussah. Anders als in Buru Buru ist zwar Gras vorhanden, doch es ist sehr hoch und erinnert eher an eine ungepflegte Kuhweide. Auf dem Platz stellte ich mich den Kindern vor und erzählte von meinen Trainingsplänen. Im Anschluss forderte ich die Kinder auf sich vorzustellen und von ihren Fußballplänen zu erzählen. Die Kinder hatten großen Respekt, die Stimme zitterte. Der meistgenannte Satz war wohl: „I love football“, oder „i want to play for Manchester United.“ Nach der Vorstellungsrunde zeigte ich den Jungs ein paar Übungen zum Aufwärmen, außerdem zeigten mir die Kinder deren Übungen – es war sehr interessant. Freitag und Samstag werde ich mit den Jungs trainieren, voraussichtlich auch nächste Woche. Dann werde ich Ihnen auch ein paar Schuhe und Klamotten schenken. Ich denke sie werden sich sehr freuen.

Die Mannschaft und ihr Lehrer Die Jungs bei deren Stretchingübungen Den Ball muss man hier erst suchen.

Bevor ich mich verabschiedete unterhielt ich mich mit der Schuldirektorin. Sie versicherte mir, dass sie alles probieren würde,  damit das Gras geschnitten und die Scherben, die sich über den Platz verteilen, aufgeräumt werden. Ich bin gespannt.

Ich freue mich auf die Einheiten mit den Jungs und bin auf die Rückmeldungen gespannt.

 

Viele Grüße und bis bald

Kwaheri

Ab in den Busch

Montag, 10.02.2014

Normalerweise werde ich morgens in Nairobi von hupenden Matatus geweckt, von Samstag bis Montag war es morgens ganz still, vereinzelt ließen sich Tiergeräusche vernehmen.

Wir (Lisa, Chocho, Finley und ich) waren am Wochenende bei einer Freundin der Familie Hey in der Nähe des Mount Kenya eingeladen, genauer gesagt in Langata. Wir wussten nicht was uns genau erwarten würde und waren voller Vorfreude. Etwa drei Stunden fuhren wir Richtung Norden, dort holte uns die Gastgeberin unweit eines kleinen Dorfes am Straßenrand ab, es war schon dunkel und es dauerte etwas bis wir uns gefunden hatten. Etwas später war mir klar, warum wir nicht selbst den Weg Richtung Haus finden konnten. Von der Teerstraße, auf der wir gekommen waren, ging es seitlich auf holprigen Erduntergrund. Wir fuhren über raues Gelände mit vielen Löchern, durch enge Wege und auf und ab. Es ging immer weiter ins Grüne, in den Busch und weg von der „Zivilisation“. Selbst hätten wir diesen Weg niemals finden können, eher hätten wir uns verlaufen und hätten mit den Tieren schlafen müssen. Das Haus beeindruckte schon von außerhalb. Mitten im Grünen, gebaut in einen große Felsen, befindet sich die „Lodge“. In der Nähe des Hauses sind nur einige hundert Meter entfernt zwei Häuser zu erkennen. Von der großen Veranda blickt man in ein großes Tal, bei schönem Wetter lässt sich auch in der Ferne Mount Kenya erkennen.

Haus + Lisa Abendessen Olivenbaumholz Mount Kenya in der Ferne Entspannen auf der Veranda

Die Tiere leben direkt vor der Haustüre und wir sollten einige zu sehen bekommen. Sonntag morgens starteten wir mit einem eigenen Führer direkt von der Haustür zu Fuß ins Grüne. Die Safari dauerte drei Stunden, das ausgiebige Frühstück danach hatten wir uns redlich verdient. Der Spaziergang ging durch Wälder, Anhöhen und Savannen und wir trafen viele Tiere. Wir sahen Giraffen, Büffel, Affen, Zebras und einige verschiedene Arten von Antilopen aus nächster Nähe, nur ein paar Meter entfernt. Viele Vögel durften wir betrachten, in verschiedensten Farben. Es war ein tolles Naturschauspiel. Ich dachte wir beobachten die Tiere, aber es schien eher anders herum zu sein. Leider bekamen wir keine Elefanten zu sehen, auch Leoparden, die hier unterwegs sind, liefen uns nicht vor die Füße. Nach dem langen Spaziergang und dem leckeren Frühstück mit frischem Obst und Saft machten wir es uns auf der Veranda gemütlich und genossen den fantastischen Ausblick in die Ferne. Immer wieder zeigten sich Affen oder Antilopen. Bei einem Gläschen Wein, Bier oder sonstigem Getränk ließen wir den Tag auf der Veranda ausklingen, denn schon am nächsten Tag sollte es für uns noch früher losgehen. Nachts hörten wir die Grillen zirpen und Affen schreien…aber keine Matatus hupen.

Zebraaa Giraffenfamilie aus der Nähe Wenn Blicke töten... Gruppenfoto ;)

Um halb 6 morgens klingelte der Wecker, denn der Führer hatte uns erzählt, dass die Chancen auf tolle Tiere am frühen Morgen noch besser seien. Schon aus meinem Bett ließ sich in der Ferne Mount Kenya erkennen, da fällt das Aufstehen in der Früh noch etwas leichter. Die Morgensafari starteten wir mit dem Auto. Zwar bekamen wir keine Leoparden und Elefanten zu sehen, viele andere Tiere jedoch schon. Außerdem genossen wir den wunderschönen Sonnenaufgang in der Savanne. Nach unserem Ausflug starteten wir am späten Vormittag um mit dem Auto zu den Thomson Fällen zu gelangen, ein toller Wa sserfall eine Stunde weiter nördlich. Es war ein weiteres schönes Erlebnis, dass das überragende Wochenende in der Natur abrundete. Nun ging es wieder zurück in die Großstadt, nach Nairobi. Abends sollten alle beteiligten glücklich und erschöpft in ihr Bett fallen.

Sonnenaufgang in der Savanne Thomson Falls leicht nassAm Äquator waren wir auch

Erfahrungen auf und neben dem Markt

Mittwoch, 05.02.2014

Eigentlich wollte ich einfach nur ein paar Früchte und etwas Brot einkaufen gehen und schnell wieder mit dem Matatu nach Hause fahren, am Ende bilanziere ich meine Rekordausgaben auf dem Markt in Westlands, Nairobi. Gegen späten Vormittag startete ich mit dem Matatu, in das ich praktisch von der Haustür springen kann, um nach Westlands zu fahren, es ist ein Stadtteil, der etwa 10 Minuten entfernt ist. Auf dem Weg fahre ich auch am Westgate Einkaufszentrum vorbei, dass in 10 Gehminuten von unserem Haus zu erreichen ist. Dort spielte sich im September letzten Jahres der schlimme Terrorangriff ab. Die Menschen leiden hier seit den Anschlägen noch immer unter den ausbleibenden Touristen, dazu aber gleich mehr.

In Westlands angekommen werde ich sofort von einem Markthändler in Empfang genommen (die Matatus halten neben dem Markt, der sich gegenüber von einem großen Einkaufszentrum befindet), er möchte mir seinen kleinen „Laden“, eher eine Wellbechhütte, zeigen. Normalerweise verneine ich das, aber aus irgendeinem Grund ließ ich mich überreden. Der Händler war sehr nett, wir kamen ins Gespräch und er zeigte mir seine Güter. Ich entschied mich für eine Giraffe aus Holz und ein anderes kleines Stoffutensil. Als er mir sein erstes Preisangebot machte, hätte ich eigentlich sofort gehen sollen – 12000 Schilling! Das sind umgerechnet 120 Euro. Ok, die meisten Dinge sind handgemacht und schauen wirklich ziemlich schön aus, dennoch, es war zu viel. Also diskutierten wir, bis der Preis nach vielen Minuten bei 4000 Schilling lag. Ich wollte mir die Sache durch den Kopf gehen lassen und musste sowieso noch etwas im Einkaufszentrum erledigen. Also versprach ich ihm: „Ich komme wieder.“ Nach meinen Erledigungen kam ich tatsächlich wieder und das überraschte den Händler sichtlich. Er sagte mir, ich sei der erste Kunde, der sein Versprechen löste. Nach den Geschehnissen muss ich mich fragen: „War das nett von mir oder einfach nur blöd?“ Wir verhandelten also weiter, den genauen Verlauf möchte ich hierbei abkürzen, das würde sonst etwas länger dauern. Aufjedenfall erzählte mir den Händler, dass die Kunden aufgrund der Terroranschläge ausbleiben, ich glaubte ihm, denn die Hütten wurden kaum besucht. Seit einigen Tagen hätte er nichts mehr verkauft. Ich kaufte – und zwar letztendlich für 3300 Schilling, etwas mehr als 30 Euro. 300 Schilling musste ich ihm später bringen, denn ich hatte nicht genügend Geld dabei. So ging ich etwa eine Stunde später mit Begleitung von Sally auf den Markt und bezahlte den Rest. Sally oder „Chocho“ bewies, dass der Preis trotz des vielen Handelns zu hoch ausgefallen war. Wir gingen ein paar Hütten weiter und siehe da, wir bekamen eine größere Giraffe für nur 2000 Schilling – ich denke es ist eine Mischung aus Bonus für die Einheimischen und Dummheit, dass ich mit dem erstbesten Händler ins Geschäft gekommen bin. Hinzu kommt, dass ein Preis von 30 Euro für ein handgemachtes Holzschmuckstück in Deutschland wohl nicht zu machen wäre, auch das ist ein Fehler. Hier sollte man nicht alles in Euro umrechnen. Aber auch schlechte Erfahrungen sind neue Erfahrungen!

Übrigens habe ich heute auch einen Propheten getroffen. Auf meiner Heimfahrt im Matatu quetschte sich ein schick gekleideter junger Mann neben mich auf den Beifahrersitz. Er begrüßte mich äußerst nett, fast schon schleimig. Er verwickelte mich in ein Gespräch, er erzählte mir von seinen Jobs und wir sprachen über Glauben. Er sagte er sei Versicherungsmakler und Sänger, ich lehnte sein Versicherungsangebot ab, auch die Einladung für ein Konzert ließ ich fallen. Ich sagte ihm außerdem, dass ich nicht sehr gläubig bin, aufjedenfall  nicht so sehr wie die Einheimischen hier. Er sagte, dass er sehr gläubig sei, er sei ein Prophet. Ich musste mir fast das Lachen verkneifen. Weiter sagte er, dass er jeden Tag mit Gott in Kontakt sei, er hatte ihn zum Propheten gemacht. Auch mit den Engeln spräche er täglich. Ich war froh, dass meine Fahrt nicht mehr allzu lang dauerte…

Aber wer kann schon von sich behaupten einen Propheten getroffen zu haben, der Versicherungen verkauft?

 

Viele Grüße

Kwaheri

Ausflug nach Kitangela

Sonntag, 02.02.2014

 

Habari gani?

Eine Woche Suhaeli Unterricht ist vergangen, das Lernen fokussiert sich derzeit voll auf die Vokabeln, noch ist nicht an irgendeinen Satzbau zu denken. Aber der Lehrer ist optimistisch, dass sich das bald ändern wird. Die Sprache an sich hört sich meiner Meinung nach sehr interessant an, alle Worte enden mit einem Vokal (a,e,i oder u). Ich hoffe, dass ich in den verbleibenden Wochen möglichst viel von der Sprache mitnehmen kann. Morgens beim Joggen oder im Matatu probiere ich gerne das ein oder andere Wort aus, die Rückmeldung der Kenianer ist oftmals ein nettes Lächeln. Über meinen Wochenablauf habe ich bisher wenig erzählt, weil es keine strikt geregelten Termine gab. Das hat sich aber mittlerweile durch den Suaheli-Unterricht geändert. Jeden Tag habe ich morgens Kurs, Dienstags, Donnerstags und Freitags trainiere ich Abends die Mannschaften des FC Aga Khan und manchmal bin ich Mittwochs beim FC Buru Buru. Meinem Verständnis nach spielt der FC Aga Khan eher in einer „Hobbyliga“, denn sie spielen 8 vs. 8. Der FC Buru Buru dagegen ist für mich eine klassische afrikanische Fußballmannschaft, duschen gibt es am Fußballplatz nicht, auch keine Umkleidekabinen. Das alles hat der FC Aga Khan in seinem Sportcenter.

Heute Nachmittag besuchte ich eine Partie des FC Aga Khan, ich wollte mir ein Bild davon machen, unter welchen Voraussetzungen sie spielen. Es ging ebenso auf einen Aschenplatz, ein paar Grashalme ließen sich blicken. Die Zuschauer beider Teams (etwa 20) schrien immer wieder Kommandos aufs Feld, oftmals auch lustige Dinge. Leise war es auf keinen Fall auf dem Platz. Die Partie endete 1:1 Unentschieden, am Schluss sorgte eine Rudelbildung und zwei rote Karten für Aufregung. Abseits des Platzes unterhielt ich mich mit einer Gruppe von Kindern, sie kamen aus ärmlichen Verhältnissen. Sie fragten mich nach Essen, so wie es viele Kinder hier machen. Ich konnte ihnen nichts geben, stattdessen unterhielten wir uns über Fußball. Die Kinder kannten zu meiner Bewunderung sehr viele europäische Fußballer und quetschten mich über alle möglichen Spieler aus. Besonders der englische Fußball ist hier ja sehr populär.

Sally und ihr Neffe  ... Koki, ich und Finley  Schuhe und Jacke an den Mann gebracht! Finley hört den Zug kommen? Blick aus dem Haus in die Weite

Samstag auf Sonntag besuchten wir (Lisa, Finley, Sally bzw. Chocho) Sallys Schwester etwa eine Stunde entfernt in Kitangela. Ziemlich weit ab vom Schuss hat dort die Familie ein Haus gebaut. Weit und breit keine Einkaufszentren oder Ähnliches, das „Wohngebiet“ wirkt ziemlich frisch, die Häuser stehen hier noch nicht lange. Von deren Haus blickt man auf Kenianische Berge, davor eine weite Trockenfläche, auch Zebras lassen sich dort erkennen. Durch die Trockensteppe verläuft eine Bahnstrecke, wie aus einem alten Western. In der großen Küche von Djoke (so heißt die Schwester) kochen die Frauen landesübliches Essen, draußen grillt der Ehemann Djokes frisches Fleisch. Es hat übrigens richtig gut geschmeckt. Abends sollte der Kampf Moskito vs. Mensch seine Fortsetzung finden. Nach Raumwechsel und vielen anderen Vorkehrungen haben wir morgens um 3 letztendlich einen Weg gefunden, um schlafen zu können. Es war eine Herausforderung. Viele Menschen denken im Zusammenhang mit Moskitos natürlich an Malaria, auch ich. Die Malariamücken sind im Raum Nairobis aufgrund der Höhe nicht so weit verbreitet und eher selten. Es gibt andere Gegenden wie Kisumu, dort sollte man eher vorsichtig sein.

 

Hier ist alles prima, die Sonne scheint, den Winter vermisse ich überhaupt nicht.


Kwaheri

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